Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Kolleginnen und Kollegen, herzlich willkommen im Bereich der Rheumatologie am TUM Universitätsklinikum.
Die Rheumatologie ist ein sehr vielfältiges Fachgebiet der Inneren Medizin mit mehreren hunderten teils sehr unterschiedlichen Erkrankungen. Neben Erkrankungen, die primär Muskeln und Gelenke betreffen, sind bei systemischen Autoimmunerkrankungen und Autoinflammationserkrankungen häufig auch andere Organe wie Nieren und Lungen betroffen. Hier kann es durch verzögerte Diagnosestellung und unzureichende Therapie im schlimmsten Fall zu dauerhaften Schäden und Einschränkungen kommen.
Unser Team aus Experten und Kooperationspartner innerhalb des TUM Universitätsklinikums will gemeinsam mit Ihnen verhindern, dass es dazu kommt. Hierfür setzen wir in einem interdisziplinären Ansatz alle modernen Methoden der Diagnostik und Therapie ein. Selbst tragen wir hierzu mit Arthrosonographie, Gelenkpunktionen, Synovial- und Kapillarmikroskopie bei. Besonderen Wert legen wir auf eine langfristige und individualisierte Therapie des einzelnen Patienten. Hierbei orientieren wir uns stets an den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien und kooperieren eng mit niedergelassenen Kollegen und Kolleginnen.
Wir bieten Ihnen mit unserer Bettenstation D3A und unserer Ambulanz inklusive Tagesklinik das ganze Spektrum der stationären und ambulanten Rheumatologie an einem Ort an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Systemerkrankungen wie Kollagenosen und Vaskulitiden. Wir kümmern uns aber auch gerne um Patientinnen/Patienten mit seltenen rheumatologischen Erkrankungen wie einer IgG4-assoziierten Erkrankung und um schwierige Verläufe entzündlicher Gelenkerkrankungen. In enger Zusammenarbeit mit der Sektion für Geburtshilfe und Perinatalmedizin begleiten wir Risikoschwangerschaften bei Patientinnen mit rheumatologischen Erkrankungen.
Neben unseren klinischen Tätigkeiten engagieren wir uns zusätzlich in der Lehre und Ausbildung von zukünftigen Rheumatologinnen und Rheumatologen, um einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der rheumatologischen Versorgung zu leisten. Es ist uns ein großes Anliegen unsere Begeisterung für dieses außerordentlich inspirierende Fachgebiet weiterzugeben.
Krankheitsbilder
- Entzündliche Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen wie z.B. rheumatoide Arthritis, Psoriasisarthritis, axiale und periphere Spondylarthritis, reaktive Arthritis, Kristallarthritiden
- Autoimmunerkrankungen des Bindegewebes (Kollagenosen) wie systemischer Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, systemische Sklerose, Anti-Phospholipid-Syndrom, inflammatorische Myopathien
- Entzündliche Gefäßerkrankungen (Vaskulitiden) wie Riesenzellarteriitis, Takayasu-Arteriitis, Polyarteriitis nodosa, ANCA-assoziierte Vaskulitiden (GPA, MPO), eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis, Kryoglobulinämische Vaskulitis
- Sarkoidose
- IgG4-assoziierte Erkrankung
- Erbliche (hereditäre) periodische Fiebersyndrome und andere Autoinflammationssyndrome
- Seltene entzündliche Erkrankungen wie Morbus Behcet, relapsierende Polychondritis
Kooperationspartner: Gastroenterologie, Dermatologie, Muskuloskelettale Radiologie, Pneumologie, Infektiologie, Ophthalmologie, Gynäkologie, Nuklearmedizin, Orthopädie, Sportorthopädie
Wichtige Informationen zu Terminen in der Rheumatologie am TUM Klinikum
In Deutschland besteht ein Mangel an niedergelassenen Rheumatologinnen und Rheumatologen. Deshalb ist es oft schwer, zeitnah einen Termin zu bekommen. Auch bei uns übersteigt die Nachfrage die Kapazitäten bei Weitem.
Aus diesem Grund müssen wir unsere Termine für Patientinnen und Patienten freihalten, die eine akut behandlungsbedürftige rheumatologische Erkrankung haben. Dies betrifft Fälle, die so komplex sind, dass sie vom Hausarzt oder einer fachärztlichen Praxis nicht ausreichend behandelt werden können.
Um verlässlich einzuschätzen, ob eine spezialisierte Versorgung bei uns am Klinikum für Sie notwendig ist, haben wir ein festes Verfahren eingerichtet: Bitte bitten Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, vorab direkt Kontakt mit uns aufzunehmen (Tel: +49 89 4140 6703). Im kollegialen Gespräch klären die Ärzte gemeinsam, wie Ihnen am besten geholfen werden kann.
Eine direkte Terminvergabe an Patientinnen und Patienten ist uns zurzeit leider nicht möglich. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis.
Wenn Sie einen Termin erhalten, dann bringen Sie zu diesem Termin bitte neben Ihrer Versicherungskarte und einem Überweisungsschein auch eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente, Ihren Impfausweis und – falls vorhanden - Allergiepass mit. Falls Sie selbst nicht Deutsch oder Englisch sprechen, ist es unerlässlich, dass Sie eine Begleitperson mitbringen, die übersetzen kann.
Kontakt
Rheumatologische Ambulanz:
Tel: +49 89 4140 6703
Fax: +49 89 4140 4741
Nephrologie.A@mri.tum.de